Donnerstag, 31. März 2011
Quakebook
Japan-Blogger "our man in abiko" hat Blogger, Journalisten und Fotografen über Twitter aufgerufen, ihre Erlebnisse nach dem Erdbeben in Japan in einem gemeinsamen Buch festzuhalten: dem Quakebook. Das Buch soll bald veröffentlicht werden und alle Erlöse werden gespendet. Mehr Infos zu dem Projekt findet ihr auf der Blogseite des Projektes.
Donnerstag, 17. März 2011
Erdbeben
Allen Verwandten und Freunden in Japan geht es gut. Ich kann kaum beschreiben, wie erleichtert ich darüber bin und wie sehr ich alle für ihren ruhigen Umgang mit den Ereignissen bewundere. Fast alle, die ich kenne, sind noch in Tokio, versuchen ein normales Leben zu führen und den betroffenen Regionen zumindest durch Stromsparen zu helfen. Einige warten darauf, als Freiwillige in die betroffenen Regionen fahren zu können, wie sie das schon beim Kobe-Erdbeben getan haben. Aber die Situation im Nordosten ist so schlimm, dass freiwillige Helfer erstmal nicht dorthin geschickt werden, sondern nur professionelle Kräfte.
Wie gesagt: Ich bin tief beeindruckt von Japan (wieder einmal) und bete für alle, dass die Situation sich nicht verschlimmert. In meiner Brust schlagen gerade zwei Herzen. Auf der einen Seite bin ich froh, zusammen mit meiner Frau in Deutschland zu sein. Auf der anderen Seite fühle ich mich sehr hilflos und würde den Menschen, die mir viel bedeuten, gerne irgendwie beistehen. Aber im Moment fällt mir dazu nicht besonders viel ein: Mails vor allem, Spenden natürlich und vage Pläne, was wir in den kommenden Wochen per Post nach Japan schicken könnten.
Falls ihr die Menschen in den vom Erdbeben betroffenen Regionen unterstützen möchtet, hier einige Spendenmöglichkeiten:
- Deutsch-Japanischer-Wirtschaftskreis
- Deutsch Japanische Gesellschaft Berlin
- Deutsches Rotes Kreuz
Jean Snow, ein Blogger aus Tokio, hat zudem einige Designer und Geschäfte aufgelistet, die Sachen verkaufen, um den Erlös an Japan zu spenden. Die Liste findet ihr hier.
Wie gesagt: Ich bin tief beeindruckt von Japan (wieder einmal) und bete für alle, dass die Situation sich nicht verschlimmert. In meiner Brust schlagen gerade zwei Herzen. Auf der einen Seite bin ich froh, zusammen mit meiner Frau in Deutschland zu sein. Auf der anderen Seite fühle ich mich sehr hilflos und würde den Menschen, die mir viel bedeuten, gerne irgendwie beistehen. Aber im Moment fällt mir dazu nicht besonders viel ein: Mails vor allem, Spenden natürlich und vage Pläne, was wir in den kommenden Wochen per Post nach Japan schicken könnten.
Falls ihr die Menschen in den vom Erdbeben betroffenen Regionen unterstützen möchtet, hier einige Spendenmöglichkeiten:
- Deutsch-Japanischer-Wirtschaftskreis
- Deutsch Japanische Gesellschaft Berlin
- Deutsches Rotes Kreuz
Jean Snow, ein Blogger aus Tokio, hat zudem einige Designer und Geschäfte aufgelistet, die Sachen verkaufen, um den Erlös an Japan zu spenden. Die Liste findet ihr hier.
Samstag, 4. September 2010
Freitag, 27. August 2010
Sonntag, 22. August 2010
Freitag, 20. August 2010
Sonntag, 15. August 2010
Freitag, 24. April 2009
Montag, 20. April 2009
Sayonara-Zeit
Meine Tage in Japan sind gezählt. Ab Mitte Mai arbeite ich wieder in Deutschland. Zwei Sayonara-Partys habe ich bereits gefeiert, weitere folgen. Auch meine Sachen sind schon per Schiff auf dem Weg nach Deutschland. Ich würde mich daher nicht wundern, wenn ich demnächst im Fernsehen somalische Piraten in meinen Uniqlo-Klamotten und mit meinem kostbaren elektronischen Wörterbuch rumlaufen sähe...
Freitag, 17. April 2009
Karakuri bako - Japanische Trickkisten
Karakuri bako von Hiroshi IwaharaKarakuri bako sind japanische Holzschachteln, die sich nur mit einem Trick öffnen lassen. Jede Schachtel hat ihren eigenen Trick. Eine lässt sich öffnen, indem man sie in einem bestimmten Winkel auf die Handfläche schlägt, eine andere muss man gegen den Uhrzeigersinn drehen. Die kompliziertesten Schachteln kann man nur öffnen, wenn man die Außenwände in der richtigen Reihenfolge verschiebt. Für die schwierigsten karakuri bako müssen über 200 Einzelteile verschoben werden bis man zu dem kleinen Hohlraum im Inneren der Schachtel gelangt. Der Rubik's Magic wirkt dagegen wie Kinderspielzeug.
Karakuri bako werden vor allem in der Gegend um Hakone hergestellt, wo sich die lokalen Kunsthandwerker zu einer Karakurigruppe zusammengeschlossen haben. Die Gruppe stellt derzeit im Kaufhaus Matsuya in Ginza ihre Trickschachteln aus. Das Ganze ist ein großer Spaß für Rätselfans. Ich muss allerdings gestehen, dass ich lediglich eine Schachtel öffnen konnte. Die anderen wurden mir von einem Mitglied der Gruppe erklärt. Nachdem er mir die Tricks gezeigt hatte, schien alles ganz einfach, aber von alleine wäre ich sicherlich auch nach einer Woche intensivsten Nachdenkens nicht drauf gekommen. Die Ausstellung läuft noch bis Montag, 18 Uhr im 7.Stock des Matsuya in Ginza. Die Schachteln kann man auch online auf der Homepage der Karakurigruppe kaufen.
Karakuri bako werden vor allem in der Gegend um Hakone hergestellt, wo sich die lokalen Kunsthandwerker zu einer Karakurigruppe zusammengeschlossen haben. Die Gruppe stellt derzeit im Kaufhaus Matsuya in Ginza ihre Trickschachteln aus. Das Ganze ist ein großer Spaß für Rätselfans. Ich muss allerdings gestehen, dass ich lediglich eine Schachtel öffnen konnte. Die anderen wurden mir von einem Mitglied der Gruppe erklärt. Nachdem er mir die Tricks gezeigt hatte, schien alles ganz einfach, aber von alleine wäre ich sicherlich auch nach einer Woche intensivsten Nachdenkens nicht drauf gekommen. Die Ausstellung läuft noch bis Montag, 18 Uhr im 7.Stock des Matsuya in Ginza. Die Schachteln kann man auch online auf der Homepage der Karakurigruppe kaufen.
Donnerstag, 16. April 2009
Web Trend Map

Die Designer von Information Architects Japan haben die wichtigsten Internetfirmen und Online-Gurus aufgelistet und sich bei der Gestaltung der "Web Trend Map" am Streckenplan der U-Bahn von Tokio orientiert. Die Web Trend Map ist in diesem Jahr zum vierten Mal erschienen. Größere Versionen der aktuellen Karte stehen hier.
Mittwoch, 15. April 2009
Wolf jagt Schwein
Wolf jagt Schwein durch Japan: Aufwendig gemachter Kurzfilm von Takeuchi Taijin. (Link zum youtube-Kanal)
Dienstag, 14. April 2009
Freitag, 10. April 2009
Mützen für Götter
Donnerstag, 9. April 2009
Deutsches in Kusatsu
Ende des 19. Jahrhunderts besuchte der deutsche Internist Erwin von Bälz mehrmals Kusatsu, um die therapeutische Wirkung der Onsen zu erforschen. Von Bälz, der damals Professor in Tokio war, hat in Kusatsu offenbar einen bleibenden Eindruck hinterlassen, denn noch heute betreibt das kleine Bergdorf einen beachtlichen Personenkult. Im Bälz-Museum erfahren die Touristen Details über das Leben des deutschen Mediziners, über die Bälz-Straße gelangen Autofahrer ins Dorfzentrum und im Bälz-Onsen können Besucher all die Heilwirkungen genießen, die Bälz dem schwefelhaltigen Wasser zugeschrieben hat.
Darüber hinaus stolpert man an vielen Ecken Kusatsus über deutsche Wörter. Daran ist vermutlich auch die örtliche Schule nicht ganz unschuldig, denn in Kusatsu müssen die Kinder Deutsch lernen, wie mir im Hotel stolz berichtet wurde. Ich wollte daher die ganze Zeit mal ein paar Kinder auf Deutsch ansprechen, aber dann habe ich mich an meine Schulzeit erinnert. Hätte mich damals jemand auf Latein angeredet, wäre ich vermutlich schreiend weggerannt...
Montag, 6. April 2009
Kusatsu
Ich war am Wochenende in Kusatsu, einem kleinen Ort in der Präfektur Gunma. Kusatsu ist einer der beliebtesten Onsen-Städte Japans. Das hat die Bewohner in den siebziger oder achtziger Jahren offenbar dazu angestiftet, das ganze Bergkaff mit schrecklichen Bausünden zu überziehen. Sehr schade. Allerdings kann man sich Kusatsu schönbaden, sozusagen, denn die Onsen der Stadt sind großartig. Gut gefallen hat mir zum Beispiel das sai no kawara (Bild), ein riesiges Onsen unter freiem Himmel mit Blick auf die umliegenden Wälder.
Ein Erlebnis war auch das otaki no yu. In diesem öffentlichen Onsen war ich erst eine Weile in den Außenbecken. Dann fielen mir Japaner auf, die mit tomaten-roter Haut aus dem Keller des Gebäudes kamen. Als ich die Kellertür geöffnet hatte, sah ich erst nichts als Dampf und einen hageren alten Mann, der ständig nur "atsui, atsui", "heiß, heiß" murmelte. Und heiß war es dann auch, schon fast schmerzend heiß, aber ich wollte nicht einfach wieder rausgehen. Also habe ich mich zwei, drei Minuten in eines der kleinen, mit dunklem, alten Holz eingerahmten Becken gesetzt, geschnauft, geschwitzt und bin dann mit tomaten-roter Haut wieder ins Freie gewankt. Ein Bild des Kellers vom otaki no yu steht auf wikipedia.
Mitten in Kusatsu steht das Yubatake, eine Ansammlung von Holzkisten durch die heißes Quellwasser fließt. In den Holzkisten lagern sich Minerale ab, vor allem Schwefel. Touristen können die Minerale kaufen und in die heimische Badewanne schütten, damit die Wohnung in Tokio auch so herrlich nach verfaulten Eiern riecht wie ganz Kusatsu.
Freitag, 3. April 2009
Dienstag, 31. März 2009
Hanami in Kichijoji
Hanami hat begonnen. Zwar sind die Kirrschbsaumblüten noch nicht ganz geöffnet, aber im Inokashira Park im Stadtteil Kichijoji ist die Party bereits in vollem Gang.
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